Grüne skeptisch betreffs Aschenbecheroffensive
Gut gemeint, aber nicht zielführend. So bewerten die Grünen den Vorschlag der SPD, an MVG–Haltestellen flächendeckend Aschenbecher anzubringen.
„Dass sich die SPD des Themas Sauberkeit an Haltestellen annimmt“, stellt ihr Verkehrspolitiker Axel Hercher fest, „ist lobenswert. Neben Pünktlichkeit und Fahrkomfort gehört ein ansprechendes Erscheinungsbild zur Visitenkarte des Öffentlichen Nahverkehrs. Die Anbringung von Aschenbechern wird aber das Verhalten mancher rauchender Zeitgenossen nicht entscheidend verändern.“
Hercher verweist in diesem Zusammenhang auf das Beispiel der Bahn. Auf deren Bahnsteigen ist das Rauchen nur in begrenzten Bereichen erlaubt. „Viele Raucher“, sagt er, „befolgen dies und entsorgen ihre Kippen in den dort angebrachten Aschenbechern. Nicht wenige aber rauchen – weil weder Kontrolle noch Sanktionierung erfolgt – ungeniert auf dem gesamten Bahnsteig. Ihre Zigarettenstummel hinterlassen sie dort oder auf den Gleisen.“
Der nicht geringe Aufwand von 116.000 Euro, da ist sich Hercher sicher, rentiere sich besser in der Aufwertung des Programms „Sicherheit, Service, Sauberkeit“. „Das“, meint er, „bringt insgesamt mehr als eine nur punktuelle Maßnahme!“
Axel Hercher